NUN ADE, DU MEIN' LIEB' DEUTSCHE BANK, LIEB' DEUTSCHE BANK, ADE!
- Theo Regnier
- 20. März
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 12. Apr.

Sehr geehrte Damen und Herren,
über Jahrzehnte hinweg war die Deutsche Bank meine Hausbank. Zum 28.02.2026 habe ich mein Konto (6119119) bei Ihnen gekündigt.
Grund dafür war eine Häufung von Schlechtberatungen, der Auslöser für meine Kündigung war eine Schlechtbehandlung.
Damit meine Vorwürfe nicht pauschal und unbelegt im Raum stehen bleiben, greife ich konkrete Beispiele heraus:
1994 bewarb die Deutsche Bank den Kauf von Neubauwohnungen in Dresden auf der Leubnitzhöhe. Höhepunkt der Werbekampagne war eine Einladung in den Räumen der Deutschen Bank am Promenadeplatz, auf der die Vertreter der Fa. IMBAU und der Fa. CONCEPT BAU die Vorzüge des Projekts „Wohnpark Sächsische Schweiz Dresden auf der Leubnitzhöhe“ anpriesen. Die Deutsche Bank legte mir, der in Immobiliengeschäften keine Erfahrung hatte, einen Finanzierungsplan vor, der zum Teil über eine Lebensversicherung beim Deutschen Herold (Tochterfirma der Deutschen Bank) abgedeckt war. Im guten Glauben, der Finanzierungsplan umschließe alle Kosten, unterschrieb ich. Um so überraschter war ich, dass ich nach Abschluss der Finanzierung eine Zahlung von rund 23.000 Euro on top an den Lebensversicherer zu leisten hatte. Die Wohnung selbst war wirtschaftlich unrentabel, nicht zuletzt durch eine Überbebauung des Wohnparks. 2014 hatte ich die Sache leid und verkaufte die Dresdner Wohnung mit Verlust. Das Geschäftsmodell war im Nachhinein betrachtet, für mich hochriskant, aber für Ihr Haus mehrfach profitabel, zumal mit Blick auf die Kostenstruktur der LV, Vergütungen des Bauträgers und Kosten des Kreditgeschäfts.
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In den Nullerjahren wurde ich Kunde im Private Banking der Deutschen Bank. Betreut wurde ich als auch meine Ehefrau von Frau Karin H., die unser Vertrauen gewann, u.a. auch mit Einladungen, was letztlich in eine Duzfreundschaft mündete. 2007 warb Frau H. nachdrücklich für einen Einstieg in zwei Geschlossene Fonds, nämlich den Lloyds Fonds 76 Schiffsportfolio II und den Asia Immobilien Fonds. Ich beteiligte mich daraufhin mit 15.750 US-Dollar am Lloyd Fonds und mit 10.500 Euro an der Asia Invest. Meine Frage nach der Laufzeit beantwortete Frau H. mit der Angabe „zehn Jahre“. 2017 würden die Geschlossenen Fonds aufgelöst werden. Das war eine irreführende Erklärung, Ich hätte nicht in Geschlossene Fonds investiert, wenn ich gewusst hätte, dass es im Ermessen der Fonds-Manager steht, wie lange ein Fonds weitergeführt wird. Der Schiffs-Fonds war ein Desaster, die Fonds-Betreiber fuhren ein Cargo-Schiff nach dem anderen gegen die Kaimauer, 2025 wurde der Fonds heimlich, still und leise liquidiert.
Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass die Deutsche Bank auf anwaltlichen Druck in einen Vergleich einwilligte, der den Anlegern beim Lloyd Schiffsfonds eine Entschädigung zusprach. Ich erhielt rund 5.000 Euro.
Auf meine Anfrage an die Asia Invest, wann sie den Immobilien-Fonds abzuwickeln gedenken, erhielt ich die Antwort, dafür gäbe es keinen Termin.
Der eigentliche Auslöser für meine Kündigung geht auf ein Ereignis am 1. Dezember 2025 zurück. Zu diesem Termin wurden meine Abbuchungsaufträge sämtlich retourniert. Was da schiefgelaufen sei, fragte ich? Zu meinem Erstaunen erfuhr ich, dass ich es versäumt hatte, ein Formular der Deutschen Bank zu beantworten, in dem ich meine persönlichen Daten hätte bestätigen sollen. Sogar zweimal hätte man mir dieses Formular zugeschickt. Ich kann mich nur an eines erinnern, das ich zur Seite gelegt habe, weil meine persönlichen Daten seit vielen Jahren unverändert geblieben sind. Wenn die Bestätigung aber, aus welchen Gründen auch immer, unverzichtbar gewesen wäre, hätte ein kurzer Anruf oder ein Hinweis in meinem elektronischen Postfach genügt, um mich auf die Dringlichkeit aufmerksam zu machen. Die retournierten Abbuchungen haben mich Geld gekostet, jede Menge Scherereien verursacht und meine finanzielle Reputation beschädigt. In einem Fall konnte ich ein sofort eingeleitetes Inkasso-Verfahren nur mit Mühe abwenden.
Meine Frau hat bereits vor Jahren ihr Konto bei der Deutschen Bank gekündigt, und zwar aus Verärgerung über die Schlechtberatung durch Frau H. (Stichworte: Rürup u. Riester). Ihr Wechsel zu einer anderen Bank hatte den Vorteil, dass wir einen Wohnungskauf in München problemlos abwickeln konnten (ohne Lebensversicherung).
Die Deutsche Bank wird nach bewährter Art des Hauses die inkriminierten Vorgänge voraussichtlich als „Peanuts“ abtun. Damit hat sie aus ihrer Sicht wahrscheinlich sogar recht.
Für mich waren es keine Peanuts.
Mit freundlichen Grüßen
Theo Regnier
Und nun singen wir aus voller Brust auf die Melodie von "Nun ade, du mein lieb Heimatland":
Nun ade, du mein lieb Deutsche Bank, lieb Deutsche Bank, ade.
Es zieht mich fort zu andrer Bank,
lieb Deutsche Bank, ade.
Wer seinen Kunden schlecht berät,
braucht sich nicht zu wundern, wenn er geht,
lieb Deutsche Bank, ade!


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